Deutsche Kriegsschiffe mit Tradition

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Der Namensnachfolger, das Torpedoboot der Reichsmarine ILTIS 3, führte als Bugwappen nicht wie die anderen Boote dieser „Raubtier“- Klasse das namensgebende Tier im Wappen, sondern in runder Form den Pour le Mérite mit den zwei genannten Daten am unteren Rand. Auch dieses Schiff hatte in einem Schnellboot der Klasse 140 und später der Klasse 148 in der Bundesmarine Namensnachfolger, die in ihrem Bugwappen den Pour le Mérite führten, jedoch ohne die ordensbegründete Datumszeile. Mit der Außerdienststellung der letzten ILTIS am 15. Oktober 1992 und der Abgabe an Griechenland ist auch diese Tradition erloschen.

Kein Namensnachfolger

Gleiches gilt für das Unterseeboot S.M.S. U 9 der Kaiserlichen Marine, das am Turm ein Eisernes Kreuz führen durfte als Erinnerung an die Versenkungserfolge unter seinem Kommandanten Weddigen. Das Unterseeboot U 9 der Reichs- beziehungsweise Kriegsmarine führte diese Tradition fort. U 9 hatte ein vergleichsweise langes und erfolgreiches Leben. Das Deutsche Kriegsschiff sank erst 1944 im Schwarzen Meer nach Bombenangriffen in Konstanza. Nach der Hebung durch die Sowjets befindet sich ein „Eisernes Kreuz“ in leicht beschädigter Form im dortigen Marinemuseum. Mit der Indienststellung von U 9 der Bundesmarine wurde die Tradition weitergeführt. Dieses Boot trägt nun neben seinem Namen im Bootswappen am Turm ein EK. U 9 wurde am 3. Juni 1993 außer Dienst gestellt und befindet sich als Museumsboot im Technik-Museum Speyer. Das Bootswappen mit dem Eisernen Kreuz befindet sich nicht mehr am Turm. Einen Namensnachfolger im aktiven Dienst der Bundesmarine oder einen anderweitigen Traditionsträger gibt es nicht.

TEXT: Eberhard Kliem

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